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Bausenatorin stellt Pläne für Bahn-Haltepunkt vor

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Auf der gut besuchten Sitzung des Beirats Horn-Lehe Donnerstag Abend stellte Bremens Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Maike Schaefer (Grüne) erstmals öffentlich die Pläne ihres Hauses für die Errichtung eines Bahn-Haltepunktes im Bereich Universität/Technologiepark vor. Sie plädiert eindeutig für einen Standort an der Achterstraße mit Anbindung durch die Linie 6. Aus ihrer Sicht sprechen einige Vorteile dafür: Anbindung nicht nur für Technologiepark und Uni, sondern auch für die nahen Wohngebiete und das Berufsbildungswerk, Entlastung der Straßenbahn-Linie 6, keine Eingriffe in die bestehenden Kleingärten, schnellere und finanziell günstigere Umsetzbarkeit als der alternative Standort Otto-Hahn-Allee.

Für letzteren sprachen sich die Vertreter von Uni, Technologiepark und Handelskammer aus, die sich davon eine bessere Anbindung ihrer Einrichtungen an die Bahn und ans Stadtzentrum versprechen. Nachteil dieser Variante: Die Linie 8 müsste über Kulenkampffallee und Fettkampsweg mit einer Unterquerung der Bahnlinie bis zum Zentralbereich der Universität verlängert werden – ein aufwändiges, teueres und mit einer sehr langen Realisierungszeit verbundenes Vorhaben. Dabei würden etliche Kleingärten im Bereich des Fettkampsweges der Straßenbahnführung zum Opfer fallen. Aus diesem Grund sprachen sich ebenfalls viele Parzellist*innen aus den Kleingartenvereinen und der Landesverband gegen die Variante Otto-Hahn-Allee aus. Auch die Beiratsmitglieder sahen mehrheitlich in der Planung des Ressorts deutliche Vorteile.

Allerdings: Ein Senatsbeschluss muss erst noch herbeigeführt werden. Man kann davon ausgehen, dass andere Ressorts eher einen Haltpunkt Otto-Hahn-Allee favorisieren werden. Ob sich dann Maike Schaefer durchsetzen wird, steht noch in den Sternen.

Zur Historie: Ein Bahnhaltepunkt am Technologiepark und an der Uni auf der Strecke Bremen – Hamburg ist seit vielen Jahren in der Diskussion und auch in den Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grüne und Linke aufgenommen. Allein der genaue Standort sorgte und sorgt für Kontroversen und sollte eigentllich schon länger abschließend festgelegt sein. Bisher ist das noch nicht geschehen, soll nun aber – so Senatorin Schaefer – in einigen Wochen passieren.

 

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